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    Hochkarätige Veröffentlichung aus der Erlanger Arbeitsgruppe um Georg Schett zum Thema PPAR beta/delta und Osteogenese im Journal „Nature Medicine“

    Mit freundlicher Unterstütung von Prof. Pesch

    Eine aufregende Geschichte um die Rolle der Transkriptionsfaktoren PPAR beta/delta in der Osteogenese publizierte kürzlich die Arbeitsgruppe um Georg Schett in dem angesehenen Journal „Nature Medicine“. Die Transkriptionsfaktoren waren bisher eher mit dem Stoffwechsel in Verbindung gebracht worden. Die Autoren fanden nun, dass ihre Aktivierung die Knochenbildung stimuliert und dies war auch mit einer Aktivierung des wnt-Signalwegs verbunden, insbesondere einer direkten Interaktion mit LRP5 und beta-Catenin. Schon lange war bekannt, dass der verwandte Transkriptionsfaktor PPAR gamma die Adipogenese steuert. Die Wirkungen von PPAR beta/delta auf die Osteogenese waren sehr stark abhängig von der Verfügbarkeit von Östrogenen, ihre positiven Wirkungen auf die Knochenmasse waren aber vom Wirkmechanismus her nicht nur antiresorptiv sondern aufbauend, und das letztere besonders in Zusammenwirken mit körperlicher Aktivität. Man kann somit daraus schließen, dass die PPAR-Transkriptionsfaktoren eine wichtige Rolle spielen bei der Wahl des Differenzierungsweges Mesenchymaler Stammzellen. Da ihre Wirkung zudem mit der Mechanotransduktion verbunden ist, hat diese Entdeckung einen erheblichen Stellenwert für die Arbeit des FORMOsA-Konsortiums. Diese Ergebnisse eröffnen völlig neue Perspektiven für die Behandlung der Osteoporose, und das umso mehr als PPAR beta/delta - Agonisten bereits in der klinischen Prüfung sind.


    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23542786