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    Ernährung im Alter: Veröffentlichungen aus der Universität Erlangen-Nürnberg demonstrieren die Bedeutung des Ernährungsstatus im Alter

    Im Institut für Biomedizin des Alterns forscht man über die Bedeutung der Ernährung für die Alterung und für Alters-assoziierte Erkrankungen wie Sarkopenie und Frailty (www.iba.med.uni-erlangen.de). Das Institut hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr mit der Ernährung im Alter beschäftigt, ein besonderer Meilenstein war die Einrichtung einer Stiftungsprofessur für klinische Ernährung im Alter durch die Nürnberger Theo und Friedl Schöller-Stiftung.
    Seit April 2009 arbeitet Frau Prof. Volkert auf der bisher in Deutschland einzigen Professur für Ernährung im Alter. Die Arbeitsgruppe hat sich intensiv mit der Standardisierung und Evaluierung eines diagnostischen Instruments zur Erfassung des Ernährungsstatus im Alter befasst. Sie hat dabei eine Kurzform und eine längere Form miteinander verglichen und berichtet in mehreren Veröffentlichungen über den prognostischen Wert des Tests (Mini Nutritional Assessment short form (MNA-SF)versus long form (MNA-LF) (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24626752 und www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24611678).
    Es stellte sich heraus, dass diejenigen Patienten, die als unter- oder fehlernährt eingestuft wurden signifikant mehr Defizite in den Alltagsaktivitäten aufwiesen. Auch war der Aufstehtest bei dieser Untergruppe pathologisch. Immerhin 30% der Patienten einer Akut-Geriatrie im Alter von durchschnittlich 82 Jahren waren in diesem Sinne unter- / fehlernährt.  Die Arbeit der Gruppe um Frau Prof. Volkert und Herrn Prof. Sieber zeigt, die Bedeutung der Ernährungssituation bei älteren Menschen für die Entwicklung der Gebrechlichkeit (Frailty) und der Abhängigkeit im höheren Alter.
    Aspekte des körperlichen Trainings und der psychischen Lebensbewältigung werden in aktuellen Übersichten von der gleichen Arbeitsgruppe angesprochen (www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24065406 und www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24568857). Die dargestellte Problematik stellt erneut heraus wie wichtig die Forschung über die Grundlage und die gesellschaftlichen Voraussetzungen der Entstehung von Sarcopenie und Gebrechlichkeit sind, die in FORMOsA in einem kompetenten Konsortium angegangen wird.